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Haben Sie Krampfadern? – Ein Interview

Krampfadern sind ein weit verbreitetes Problem: Fast jeder Dritte leidet unter einer Venenschwäche. 

Im Venenzentrum Pforzheim arbeitet seit 2005 der Facharzt Dr. Thomas K. Weiler. Auf dem Gebiet der Phlebologie und der Gefäßchirurgie hat er über 25 Jahre Erfahrung und bietet seinen Patienten eine breite Palette an Behandlungsmethoden für Krampfadern an, überwiegend moderne minimal-invasive. Hier können Sie ein Interview mit ihm nachlesen oder bequem als Video (unter dem Interview) anschauen.

Herr Dr. Weiler, welche Behandlungsmöglichkeiten stehen mir als Krampfader-Patient im Venenzentrum Pforzheim zur Verfügung?

Zunächst haben wir als Gefäßchirurgen durch unsere Ausbildung eine besondere Erfahrung mit der herkömmlichen Stripping Methode.  Dabei wird der betroffene Venenabschnitt chirurgisch herausgezogen und damit sofort entfernt, die Verbindungen zum tiefen Venensystem werden unterbunden. Daneben beschäftigten wir uns sehr früh und intensiv mit den verschiedenen minimal-invasiven Therapieverfahren. In diesem Bereich verfügen wir über eine langjährige Erfahrung, vor allem mit den Radiofrequenz Kathetern und ganz besonders mit der Lasertechnik. Bei den eigenen sehr guten Resultaten und den vielen Vorteilen der schonenderen Methode bieten wir diese Behandlung allen Patienten an. Leider erstatten immer noch nicht alle Krankenkassen die Behandlungskosten an unserem Zentrum. 

Welche Behandlungsmethode verwenden Sie am häufigsten und welche wird von Ihren Patienten am besten angenommen?

Ich bin aufgrund meiner eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse sehr von der endovenösen Therapie, ganz besonders vom Radiallaser, überzeugt. Die dünnen Radialfasern (Laserfasern die ringförmig abstrahlen) sind sehr flexibel einsetzbar und bieten in der technischen Applikation fast unbegrenzte Möglichkeiten. Die erreichten Ergebnisse sprechen für sich und sind meines Erachtens mit den Resultaten der Stripping Methode nicht mehr zu vergleichen. Aus diesen Gründen empfehle ich meinen Patienten nahezu immer das effektive Radiallaser-Verfahren. Die Nachfrage nach den schnittfreien modernen Methoden hat aus Sicht der Patienten in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Viele informieren sich im Voraus über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten.

Ist die ELVeS Radial-Lasertherapie für jede Art von Krampfader und für jeden Patienten geeignet?

Ich würde eindeutig sagen: Ja. Gerade ausgeprägtere Befunde eignen sich ideal für die minimal-invasive Radiallaser-Methode.  Darüber hinaus ist aus meiner Sicht der Radiallaser bei sehr großen Venendurchmessern als einzige katheterbasierte Methode einsetzbar.  Geschlängelten Venen, oberflächlich verlaufende Venen, Seitenäste, Perforansvenen und Rezidivvenen, all diese Venen lassen sich mit dünnen Fasern ideal behandeln. Patienten mit sehr großen Krampfadern profitieren ganz enorm von der schonenden Lasermethode. Gerade bei der Behandlung von sehr ausgeprägten Befunden haben die Patienten nach dem Eingriff meistens keinerlei Schmerzen.

Sie bieten die Lasertherapie mit zwei verschiedenen Lasern an. Wann verwenden Sie welchen?

Wir hatten die Möglichkeit beide Wellenlängen zu vergleichen und arbeiten aktuell fast ausschließlich mit der 1940 Nanometer Wellenlänge. Bei Verwendung der Laserwellenlänge 1940 nm beobachten wir bei unseren Patienten noch weniger postoperative Beschwerden und seltenere Pigmentierung bei Behandlung sehr oberflächlicher Venen. Und das bei identischen Verschlussraten bzw. Behandlungserfolgen.

Wie lange dauert so eine Behandlung mit dem Laser und wann kann ich wieder meinen gewohnten Tätigkeiten oder auch Sport nachgehen?

Eine einseitige Behandlung dauert je nach Befund ca. 15 bis 30 Minuten, komplizierte und ausgedehntere Befunde, auch Rezidiv-Eingriffe dauern natürlich länger als einfache Fälle. Die Patienten können am Tag danach wieder normal arbeiten bzw. das gewohnte Tagesgeschäft erledigen.  Laufintensive Tätigkeiten sollten gegebenenfalls 1 Woche pausiert werden. Intensiver Ausdauersport mit den Beinen steigert ganz erheblich die arterielle und damit auch die venöse Durchblutung. Hier empfehlen wir, wenn möglich, eine Pause von 2 bis 3 Wochen einzulegen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.venencentrum-pforzheim.de/

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